Jugendliche und Familien in Ruanda

Aufklärung, Gesundheit & medizinische Unterstützung

Die Stiftung ‘Margerita’, wie sie in Ruanda genannt wird, geniesst durch ihre Projekte einen sehr guten Ruf bei der Bevölkerung und bei den Behörden. Da sie häufig die einzige Anlaufstelle für soziale Projekte ist, erhält sie auch immer wieder Anregungen und Bitten für weitere Unterstützung. Diese Anliegen werden jeweils vom Stiftungsrat sorgfältig geprüft und wenn sie für sinnvoll gehalten werden, auch unterstützt.

Bekämpfung von ungewollten Schwangerschaften

In den meisten Schulen in Ruanda gibt es keine sexuelle Aufklärung und die meisten Eltern insbesondere auf dem Land sind es sich nicht gewohnt das Thema mit ihren Kindern offen anzugehen. Dies führt zu sehr vielen ungewollten Schwangerschaften von jungen Mädchen, obwohl Verhütungsmittel vorhanden sind und auch vom Staat propagiert werden.

 

Mit den beiden Jugendzentren in Gitarama und Kamonyi wurde deshalb ein Projekt gestartet, dass je zwei Jugendliche pro Gemeinde als peer educator, d.h. Gleichaltrige, die ihr Wissen an die anderen Jugendlichen weitergeben, ausgebildet werden, die dann sowohl in den Schulen wie auch bei sonstigen Anlässen die Jugendlichen sexuell aufklären und auch gleichzeitig Verhütungsmittel wie Kondome verteilen. Da die jugendlichen peer educators mit vollem Einsatz dabei sind und auch die Behörden den Ansatz unterstützen und offizielle Weisung an die Schulen herausgeben, dass sie diese sexuelle Aufklärung in ihren Organisationen unterstützen oder zumindest zulassen sollen, zeigt sich das Projekt als sehr vielversprechend und soll auch weiter ausgebaut werden.   

Mutuelle de santé / Krankenversicherung

In Ruanda ist eine Krankenversicherung obligatorisch, welche einem freien Zugang zu den lokalen Gesundheitszentren, nicht jedoch zu den Spitälern, gewährt. Obwohl der jährliche Betrag pro Kopf nur bei umgerechnet CHF 5.- liegt, übersteigt dies insbesondere das Budget von kinderreichen Familien bei weitem. Die Stiftung unterstützt deshalb über 14’000 Personen aus armen und insbesondere kinderreichen Familien mit der Uebernahme der Zahlung der ‚mutuelle de santé‘.

Maternité

Das lokale Gesundheitszentrum unterhält in Gitarama eine Maternité, an deren Aufbau sich Margrit Fuchs noch finanziell beteiligt hatte. Hierher kommen die Mütter, die sich einen Spitalaufenthalt nicht leisten können, zur Geburt. Das Zentrum bietet auch eine Säuglingsberatung und eine Impfstation für die Kinder. Die Stiftung unterstützt das Gesundheitszentrum mit einem monatlichen Beitrag, damit Mütter mit kranken oder unterernährten Kindern versorgt werden können.

Spital Kabgayi

Ebenfalls regelmässige Unterstützung mit Nahrungsmitteln erhält das lokale Spital Kabgayi für die Versorgung von Chronischkranken und Langzeitpatienten. Im Spital werden die Patienten zwar medizinisch versorgt, die Versorgung mit Lebensmitteln ist aber die Aufgabe der Angehörigen. Wer keine Angehörigen hat, die in der Nähe wohnen und für ihn sorgen können, erhält somit auch nichts zu Essen. Durch die regelmässigen Nahrungsmittelspenden ist sichergestellt, dass nun auch diese Patienten mit regelmässigen Mahlzeiten versorgt werden können.

Durch die Funktion des Bureau Social als soziale Anlaufstelle gelangen immer wieder individuelle Anfragen für die Uebernahme von Hilfsmitteln (Prothesen, Rollstühle) oder von Krankheitskosten (Operationen, Medikamente) an die Verantwortlichen. Nach sorgfältiger Prüfung wird auch hier in vielen Fällen eine Unterstützung gewährt.

Uebernahme von Behandlungskosten

Durch die Funktion des Bureau Social als soziale Anlaufstelle gelangen immer wieder individuelle Anfragen insbesondere von Müttern für die Uebernahme von Kosten für Operationen und Behandlungen ihrer Kinder an das Bureau Social. Häufig geht es auch um die Uebernahme von der Kosten von Medikemanten oder  Hilfsmitteln wie Rollstühle oder Prothesen. Nach sorgfältiger Prüfung wird auch hier in vielen Fällen eine Unterstützung gewährt.